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Haltungstipps

Der Buntbarsch im Aquarium – Haltungstipps

In diesem Abschnitt werden Tipps gegeben, für eine erfolgreiche Haltung und Aufzucht der gängigen Tilapiaarten. Sei es im kleineren Maßstab im Aquarium oder etwas grösser skaliert, z.B. in einer Aquaponik-Anlage zuhause.

Red-Tilapia-Aquarium

Foto: Red Nile Tilapia im Aquarium

Geschlechterkampf

In der kommerziellen oder semi-kommerziellen Aquakultur des Tilapia werden gemischte Gruppen von männlichen und weiblichen Tieren in der Regel vermieden. Der Grund hierfür liegt zum einen darin, dass die Barsche relativ früh geschlechtsreif werden, so dass sich die Fische schon in der Mastphase unkontrolliert vermehren können. Dies führt dann ggf. zu mehreren unterschiedlichen Generationen in einer Haltungsgruppe, mit dementsprechenden Grössenunterschieden. Hinzu kommt, dass männliche Tilapia grundsätzlich ein besseres Wachstum zeigen und ein höheres Endgewicht erreichen, als die weiblichen Tiere und deshalb einen besseren Ertrag erzielen. Der Fischfarmer wird in der Produktion also immer versuchen, einen rein männlichen Fischbestand aufzubauen. Um dies zu erreichen, können verschiedene Verfahren angewendet werden:

Sexing

Die naheliegendste Methode, einen rein männlichen Bestand zu erreichen, ist natürlich, die weiblichen Fische auszusortieren (= „sexing“). Dies ist allerdings nicht ganz einfach und benötigt ein gutes Auge und eine gewisse Erfahrung des Fischzüchters. Bei Tilapien gibt es keinen Geschlechtsdimorphismus, d.h. Männchen und Weibchen unterscheiden sich äusserlich nicht. Lediglich anhand der sogenannten „Genitalpapille“ kann man die Geschlechter auseinanderhalten. Die Genitalpapille ist eine kleine Verdickung hinter dem Anus des Fisches. Durch die Papille werden Urin und die Sexualprodukte (also: Eier und Spermien) in das Wasser abgegeben. Ab einem Körpergewicht von ca. 25 g lässt sich erkennen, dass beim Männchen die Genitalpapille nur eine Öffnung aufweist, durch die Urin und Spermien abgegeben werden können. Weibliche Tiere entwickeln hingegen noch einen separaten zweiten und etwas grösseren Kanal, der dann für die Eiabgabe genutzt wird. Amerikanische Tilapiazüchter empfehlen, zur besseren Sichtbarkeit der Öffnungen einen Tropfen Tinte oder Lebensmittelfarbe auf die Papille zu geben (Quelle: tilapiadepot.com). Grundsätzlich ist die Methode, die Geschlechter nach Augenschein zu sortieren, nicht zu 100% zuverlässig. Selbst erfahrene Fachleute weisen beim manuellen Trennen der Geschlechter noch eine Fehlerquote von 2-5% auf.

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Foto: Tilapia Brut im Aquarium

Hormone

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all-male-Bestände

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GMT – Genetically Male Tilapia

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